Eigenverwaltung

Mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wurden im Jahr 2012 die Möglichkeiten für Unternehmen verbessert, eine Krisensituation aus eigenem Antrieb für die Sanierung zu nutzen. Die Geschäftsführung bleibt bei der Eigenverwaltung im Driver Seat und behält so die Kontrolle über das Geschehen. Im Interesse der Gläubiger erfolgt eine Überwachung durch einen gerichtlich bestellten Sachwalter. Ein Insolvenzverwalter wird nicht bestellt.

Das Verfahren ist besonders geeignet, wenn das Know How der Geschäftsführung erhalten bleiben und die ansonsten mit der Durchführung eines Insolvenzverfahren üblichen organisatorischen Einschnitte vermieden werden sollen. Sinnvoll ist die Eigenverwaltung nur dann, wenn im Konsens mit den wesentlichen Gläubigern agiert wird. Das Gericht ordnet das Verfahren nur an, wenn es voraussichtlich nicht zu Nachteilen für die Gläubiger führt.

Die Insolvenzverwalter der Kanzlei stehen sowohl für die Position als gerichtlich bestellter Sachwalter, als Berater des Unternehmens als auch als Unternehmensorgan (CRO) zur Verfügung.

Das Schutzschirmverfahren ist eine besondere Spielart der Eigenverwaltung. Hier erhält das Unternehmen vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine bis zu drei Monate dauernde Frist zur Vorlage eines Insolvenzplanes. Die Schutzschirmwirkung ergibt sich daraus, dass das Gericht während dieser Zeit Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen das Unternehmen untersagt.

DQS ISO 9001 für Insolvenzverwalter